Allgemein · Bücher · Nina · Rezension · Kinderbuchrezenzion

[Rezension] T.Spexx–Secrets of Amarak–Stadt der Schatten

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Klappentext:

Niemand kann sich erklären, was in London los ist. Immer wieder gibt es kleine Explosionen, selbst Gebäude sind schon eingestürzt. Alex, Joe und Rebecca fragen sich, ob der totgeglaubte LaPorta dafür verantwortlich ist. Doch dann wird ihnen eine geheimnisvolle Karte zugespielt. Sie verändert sich von Tag zu Tag und zeigt ein geheimnisvolles Netzwerk, das die Stadt durchzieht. Um die Zerstörungen aufzuhalten, haben die drei nur eine Chance: Sie müssen dieses Netzwerk durchbrechen! Quelle

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Auf diese Fortsetzung habe ich mich wirklich sehr gefreut, denn der erste Teil hat mich total umgehauen und mitgerissen: “Secrets of Amarak – Spione der Unterwelt” gehört definitiv zu meinen Kinderbuch-Highlights in diesem Jahr.

Wie vom ersten Band gewohnt, gibt Autor Christian, der diese Buchreihe unter dem Pseudonym T.Spexx schreibt, gleich am Anfang richtig Gas. Der Prolog ist extrem packend und bereits nach wenigen Seiten hat mich das Amarak-Fieber wieder in seinen Bann gezogen. Das Buch knüpft fast nahtlos an den ersten Teil an und ich würde jedem Leser empfehlen, den ersten Band vorher zu lesen.

Auch diesmal habe ich vorm Lesen durch das Buch geblättert und mir die vielen genialen Schwarz-weiß-Illustrationen von Moritz von Wolzogen bestaunt. Es ist ihm auch diesmal wieder gelungen, eine herrliche, schaurig-gruselige Atmosphäre erschaffen. Die Vignetten am Anfang jedes Kapitel sind wirklich großartig. Meinem Sohn haben die Illustrationen vom ersten Band etwas besser gefallen, warum dies so ist ,konnte er aber nicht richtig begründen. Ich finde sie passend zu den jeweiligen Erzählungen.

Auch diesmal wurde der Geschichte wieder ein ansprechendes und tolles Buchcover zur Seite gestellt. Mir gefällt die Kombination zwischen hellen und dunklen Farben sehr und die Verwendung von Spotlack macht das Buch zu einem ansprechenden Hingucker auf den Büchertischen.

Ohne viel Geplänkel und langweilige Einleitungen schafft es der Autor T. Spexx, mich durch seinen spannenden, flüssigen und ausdrucksstarken Schreibstil auch in den Sog der Geschichte zu ziehen, und die hat es wirklich in sich. Einmal mit dem Buch angefangen, hat es mich auch so schnell nicht mehr losgelassen. Die Beschreibung der Orte sind sehr bildgewaltig und so arbeitete mein Kopfkino durchgängig und ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen.

Die Charaktere des Buches sind sehr detailreich und ausdrucksstark beschrieben. Der Eindruck vom ersten Buch bestätigt sich auch hier wieder, die Kinder sind für ihr Alter schon sehr reif und erwachsen. Ihre Handlungen und ihre Unerschrockenheit, mit der sie an die an sie gestellten Aufgaben herangehen, finde ich sehr beeindruckend. Es hat Spaß gemacht, sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

An dieser Stelle möchte ich gerne darauf hinweisen, das dieses Buch nichts für zartbesaitete Kinder ist. In dieser Geschichte steht eine geniale Mischung aus Grusel und Spannung an erster Stelle und das ist auch gut so. Die Illustrationen sind teilweise auch ziemlich düster.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen wird stetig durch neue Rätsel, Verstrickungen und Entdeckungen auf einem sehr hohen Level gehalten. Das hat mich so mitgerissen, dass ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht bin und komplett alles um mich herum ausgeblendet habe.

Das Ende der Geschichte ist stimmig und hat mich mit einem guten Gefühl auch diese Geschichte wieder beenden lassen. Eine wirklich geniale Kinderbuchreihe, von der ich sehr gern mehr lesen möchte.

Fazit:

Ein geniales und gut recherchiertes Kinderbuch, welches mir vor Spannung zeitweise den Atem geraubt hat. Eine wirklich fulminante Fortsetzung einer spannenden Kinderbuchreihe. Auch diesmal spreche ich sehr gerne eine Leseempfehlung aus und vergebe fünf von fünf Sternen.

Infos zum Buch:

Titel: Secrets of Amarak – Stadt der Schatten
Autor/in: T.Spexx
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 21. August 2017
Format: Hardcover (240 Seiten)
ISBN: 978-3401603131
Preis:  12,99€

 

Vielen Dank an den Arena Verlag für die freundliche Genehmigung der Coverabbildungen, bibliografische Angaben und Beschreibungstexte.

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Allgemein

[Für Euch entdeckt] Gewinnspiel bei Timo Leibig

Einen schönen Mittwochmorgen wünsche ich Euch. Beim stöbern im Internet bin ich über ein tolles Gewinnspiel auf Facebook gestolpert. Timo Leibig, einer meiner Lieblings-Thrillerautoren, verlost unter anderem ein Goldmann-und-Brandner-Taschenbuchpaket mit allen fünf Fällen im Wert von 50 €. Ich finde, dies ist ein Besuch auf seiner FacebookSeite wert.

Zur Seite des Autors kommt Ihr hier. Das Gewinnspiel ist noch nicht lang online, Ihr müsst also nicht weit nach unten scrollen.

Liebe Grüße

Eure Nina

 

Allgemein · Bücher · Carly Wilson · dtv junior · Jugendbücher · Nina · Rezension

[Rezension] Carly Wilson–Myriad High–Was Sophie verschweigt

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Klappentext:

Das Internatsleben geht weiter.

Sophie kann es nicht fassen: Ben hat mit ihr Schluss gemacht. Dabei war sie gerade im siebten Himmel, nachdem sie es endlich ins Cheerleaderteam geschafft hatte. Und jetzt ist auch dort nichts mehr, wie es war, seit sie nicht mehr mit Footballstar Ben zusammen ist. Nur einer hält zu ihr, tröstet sie und hört ihr zu: Evan. Ausgerechnet Evan. Quelle

Was ich zu dem Buch zu sagen habe:

Auf diese Fortsetzung war ich schon ziemlich gespannt, denn der erste Teil hat mir schon gut gefallen. Ich liebe Internatsgeschichten, und die Myriad High ist wirklich ein besonders geniales Internat. Wo sonst gibt es Brillen, die das Gegenüber beim Betrachten hübscher werden lassen?

Das Cover ist diesmal in einem freundlichen gelb-orange  gestaltet. Es ist an das Layout des ersten Buches angelehnt. Ein toller Wiedererkennungseffekt. Ich mag die drei Mädels, den verwendeten Spotlack für den Titel und das Schullogo.

Der Klappentext verspricht auch diesmal wieder eine tolle Geschichte mit vielen Lügen, Geheimnissen und Intrigen. Ziemlich zügig bin ich an der Myriad High wieder angekommen. Es hat mir großen Spaß gemacht, all die liebgewonnen Protagonisten wiederzutreffen. Ich würde jedem Leser aber dringend empfehlen, den ersten Teil vorher zu lesen, da sonst die Beziehungen der Protagonisten zueinander und die Zusammenhänge sicher nicht verstanden werden.

Es war toll, nochmal in die am Anfang abgedruckte Karte zu schauen und sich die Schauplätze erneut anzusehen. Ich habe während des Lesens auch immer mal wieder dorthin zurück geblättert. Ich habe mich phasenweise dorthin geträumt und das war sehr schön.

Auch in diesem Buch fesselt mich der Schreibstil der Autorin gleich von der ersten Seite an. Ich mag ihre locker-leichte und humorvolle Art zu schreiben. Der Spaß, den sie beim Schreiben der Geschichte gehabt hat, kommt bei mir zu 100% an. Er ist mitreißend und macht Lust auf viele weitere Geschichten.

Aber nicht nur der tolle Schreibstil konnte mich überzeugen, auch der Wechsel der verschiedenen Erzählperspektiven hat mir richtig gut gefallen. Das hat den am Anfang aufgebauten Spannungsboden stetig erhöht, wodurch ich die Seiten sehr zügig durchlesen habe.

Wie schon geschrieben war es schön, die vielen Protagonisten rund um Hannah, Chloe und Sophie wiederzutreffen. Es freut mich sehr zu lesen, wie sie sich langsam weiterentwickeln und zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Ihr Charaktere sind realistisch beschrieben worden und ich habe mich gut in sie hineinversetzen können. Es ist mir sehr leicht gefallen, sie auch diesmal wieder in mein Herz zu schließen.

Das Ende des ersten Buches war offen und es wurden viele meiner Fragen nicht beantwortet. Insofern freute ich es mich sehr, dass ich diesmal viele Erklärungen bekommen habe, obwohl zum Ende wieder neue Fragen aufgeworfen wurden. Nun kann ich es kaum erwarten, mit dem dritten und letzten Teil endlich alle meine Fragen beantwortet zu bekommen.

Fazit:

Bei diesem Buch bin ich wieder voll auf meine Kosten gekommen. Freundschaften, Geheimnisse, Intrigen, Lügen und ein wenig Liebelei – alles war dabei. Ich habe mich von Anfang bis Ende in der Geschichte wieder komplett wohl gefühlt und viele sehr schöne Lesemomente gehabt. Deshalb spreche ich auch für “Myriad High – Was Sophie verschweigt” eine Leseempfehlung aus und vergebe sehr gerne fünf von fünf Sternen.

Infos zum Buch:

Titel: Myriad High
Autor/in: Carly Wilson
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2017
Format: Klappenbroschur (240 Seiten)
ISBN: 978-3423740326
Preis:  9,95€

Vielen Dank an den dtv Verlag für die freundliche Genehmigung der Coverabbildungen, bibliografische Angaben und Beschreibungstexte.

Allgemein · Bücher · Leserückblick · Nina · Rezension

[Leserückblick] Mein Lesemonat Oktober 2017

Kaum zu glauben, wie schnell die letzten 31 Tage vergangen sind. Mein Kleiner hat seinen neunten Geburtstag gefeiert und wir haben ein paar schöne Ferientage an der Ostsee verbracht. Meine Männer sind ganz viel Achterbahn im Hansapark gefahren und ich habe schöne Spaziergänge am Strand gemacht und gelesen oder mir die Ostsee vom Holsteinturm aus angesehen.

Ich habe heute mal in mein Büchlein geschaut, in dem ich meine gelesenen Bücher notiere und zu meiner großen Überraschung habe ich in diesem Monat acht Bücher gelesen.

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Meine gelesenen Bücher:

Michael Petrowitz – Das wilde UFF jagt einen Schatz

Tanya Stewner – Liliane Susewind – Giraffen übersieht man nicht

Eva Grünemann, Kai Okrafka – Geniale Getreideküche

Susanne Fülscher – Pasta Mista : 5 Zutaten für die Liebe

Karl Olsberg – Boy in a White Room

Natasha Friend – Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

Stefan Bonner, Anne Weiss – Planet Planlos

Bona Lea Schwab – Das Anti-Grübel-Buch

Ich freue mich schon auf den nächsten Lesemonat und bin gespannt, wie viele Bücher ich zu lesen schaffe.

In der nächsten Woche startet in der Grundschule meines Sohnes meine Buchstöberstunde. Diese AG leite ich mit einer Freundin zusammen.  Wir wollen den kleinen Zweitklässlern verschiedene Bücher vorstellen und ihnen vorlesen. Das wird bestimmt toll, ich werde Euch davon berichten.

Habt Ihr einige Buchempfehlungen für mich? Zum gemeinsamen Lesen haben wir uns die Bücher aus der Reihe “Erst ich ein Stück, dann Du” von Patricia Schröder ausgesucht. Davon haben wir hier zu Hause ziemlich viele und mit denen haben wir viele schöne Lesemomente verbracht.

Während die Kinder Mandalas ausmalen dürfen, werden wir nächste Woche “Die Kleine Hummel Bommel” von Britta Sabbag vorlesen. Ich liebe dieses Kinderbuch und bin ganz verliebt in die zauberhaften Illustrationen von Joelle Tourlonias.

Ich wünsche Euch einen schönen November mit vielen guten Büchern.

Wir lesen uns.

Eure Nina

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[Rezension] Stefan Bonner & Anne Weiss –Planet Planlos

 

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Klappentext:

Sind wir zu doof, die Welt zu retten?

Superstürme, Dürre, Dauerregen, Überschwemmungen – der Klimawandel ist da. Das Bestsellerduo Bonner/Weiss („Generation Doof”) knöpft sich die Erderwärmung und den Klimawandel vor und sagt, wie es so weit kommen konnte, wie schlimm es wirklich ist und was wir jetzt tun müssen.
Obwohl in den Nachrichten Daueralarm herrscht, das Wetter Kapriolen schlägt, der Meeresspiegel steigt und die Pole schmelzen, wettern Scharfmacher allerorten gegen die Klimawissenschaft und die Politiker haben keinen Plan.
Verwundert reiben wir uns die Augen: Vor gar nicht langer Zeit sah alles noch so gut aus – für uns, die wir im vergangenen Jahrhundert zwischen Mondlandung und Mauerfall geboren sind. Greenpeace kümmerte sich um Waldsterben und Ozonloch. Der Technikboom verhieß uns eine glänzende Zukunft. Alles sollte besser werden.
Heute stehen wir vor dem Chaos: Was bedeutet der Klimawandel wirklich für uns? Wie wird er unsere Welt verändern? Wo haben wir in den letzten Jahrzehnten die falsche Abfahrt genommen? Und: Ist die Menschheit noch zu retten oder sind wir die Generation Weltuntergang? Quelle

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Das erfolgreiche Autorenduo Stefan Bonner und Anne Weiss ist zurück. Nach dem großartigen Bucherfolg “Wir Kassettenkinder” widmen sich die beiden nun der Rettung unseres Planeten. Nachdem Herbststurm “Herwart” am Wochenende über das Land gefegt ist und ich die Schäden heute morgen im Wald begutachtet habe, ist mir wieder bewusst geworden: Der Klimawandel ist da und wir müssen jetzt endlich aktiv werden.

Mit ihrem neusten Werk wollen die Autoren den Lesern die Augen öffnen und sie zum Umdenken bewegen, was ihnen meiner Meinung nach absolut gelungen ist. Am Anfang des Buches befindet ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis. In sieben Kapiteln wurde viel rund um das Thema globale Erderwärmung zusammengetragen.

Das Fakten sind teilweise erdrückend und machten mich sehr nachdenklich. Ich habe immer wieder kleine Pausen beim Lesen eingelegt, denn dies alles so in geballter Form zu lesen war schon schwer. Mich haben besonders die Schicksale der Menschen bewegt, die ohnehin schon eine große Last zu tragen haben. Ich finde, hier ist es den Autoren besonders gut gelungen, die Not und Wichtigkeit des Themas in Worte zu verpacken und diese verständlich an mich, den Leser, zu transportieren. Der Schreibstil der Autoren ist großartig: mitreißend, aufklärend, humorvoll und durchweg flüssig. Ich habe das Buch zügig durchgelesen und auch wenn das Thema des Buches sicher nicht komisch ist, so musste ich doch an der ein oder anderen Stelle sehr schmunzeln. Des weiteren gefällt mir der leicht sarkastische Ton, der von den Autoren des Öfteren benutzt wird. Ich bin beim Lesen so mitgerissen worden, dass ich am liebsten sofort aus dem Haus gestürmt wäre, um ihren am Ende aufgeführten 10-Punkte-Masterplan umzusetzen.

Über zwei Jahre haben die Autoren für dieses Buch recherchiert und Daten, Fakten und Zahlen zusammengetragen. Für mich ist das alles glaubhaft und sehr plausibel beschrieben worden. Untermalt wurde das Geschriebene mit vielen Diagrammen und übersichtlichen Tabellen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn dieses Buch an den Schulen mit Schülern gemeinsam gelesen und diskutiert werden würde, denn dies wäre ein großer Beitrag, um das Bewusstsein der Jugendlichen zu schärfen und ihren die Wichtigkeit des Themas näherzubringen.

Ein großes Lob auch für das Cover. Das Buch passt optisch sehr gut zu “Generation Doof” und hat durch einen großen Wiedererkennungseffekt. Auch finde ich die Weltkugel, der die Luft ausgeht, passend und perfekt auf die Geschichte abgestimmt.

Fazit:

Informativ, gut recherchiert, mitreißend und motivierend, all das ist das Buch für mich und auch wenn es zuweilen sehr erdrückend war, handelt es sich bei “Planet Planlos” um eins der besten Bücher, welches ich in den den letzten Monaten gelesen habe. Ich möchte nicht nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, sondern ich möchte es Euch wärmstens ans Herz legen. Wie ich in den sozialen Netzwerken lesen konnte, polarisiert es ordentlich und ich kann wirklich mich nur fragen, wenn ich einige der Kommentare dort lese, ob der CO2-Ausstoß das eine oder andere Gehirn schon komplett vernebelt hat. Es ist wirklich fünf vor zwölf und ich glaube, es kann nur im Interesse eines Jeden sein, die Erde auch noch für unsere Nachkommen schön und lebenswert zu machen. Also kommt und lasst uns die Welt retten.

 

Infos zum Buch:

Titel: Planet Planlos
Autor/in: Stefan Bonner & Anne Weiss
Verlag: Knaur Verlag
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2017
Format: Klappenbroschur (320 Seiten)
ISBN: 978-3426214329

Preis:  16,99€

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Copyright: Uli Kreifels

http://bonnerweiss.de/

Allgemein · Bücher · Jugendbücher · Kinderbuch · Ulrike Rylance · Zu Gast im Kunterbunten Bücherregal

[ Zu Gast im Kunterbunten Bücherregal] Ulrike Rylance- Kinder und Jugendbuchautorin

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Herzlich willkommen zu meinem ersten Interview im Kunterbunten Bücherregal. Heute habe ich die sympathische Kinder- und Jugendbuchautorin Ulrike Rylance zu Gast.

 

Magst Du Dich bitte den Lesern vom Kunterbunten Bücherregal  kurz vorstellen? Wer ist Ulrike Rylance?

Ich bin Kinder- und Jugendbuchautorin, stamme ursprünglich aus Jena und wohne seit fünfzehn Jahren in Seattle, USA.

 

Seit wann schreibst Du? Wer oder was beeinflusste Dich in Deiner jetzigen Berufswahl? Übst Du noch einen anderen Beruf aus?

Ich schreibe eigentlich schon seit immer, also schon seit ich ein Kind bzw. Teenager war, aber das habe ich selbstredend niemals jemandem gezeigt. Ich habe auch schon immer unheimlich viel gelesen und damit geliebäugelt, selbst einmal etwas zu schreiben. Als dann meine jüngste Tochter in die Schule gekommen ist und ich mir einen Job suchen wollte, habe ich gedacht: Jetzt oder nie – Du probierst das einfach mal aus und gibst dir ein Jahr Zeit und wenn das Schreiben nirgendwohin führt, dann hast du es wenigstens versucht. Aber es führte zum Glück ja wohin. Professionell schreibe ich jetzt seit über zehn Jahren. Was als Hobby anfing, ist mittlerweile ein Vollzeitjob geworden.

Hast Du ein bestimmtes Ritual beim Schreiben?

Nein, gar nicht. Ich habe Deadlines und nur begrenzt Zeit, da kann man sich Rituale gar nicht leisten. Laptop auf und los geht’s.

Was fällt Dir leichter zu schreiben? Der Anfang oder das Ende einer Geschichte?

Die Mitte. Meistens flutscht es am Anfang super und das Ende steht ja auch vornherein schon fest, aber im Mittelteil kommt regelmäßig eine Krise: Ist das gut genug, geht das so, ist das logisch, ist das lustig genug, ist das spannend genug, will das überhaupt jemand lesen usw. Irgendwie überwindet man das aber und dann ist jedes Buch zu Ende geschrieben.

Mit welcher literarischen Figur hättest Du gerne mal ein Date? Und warum?

Mit Gatsby aus „The Great Gatsby“. Dann würde ich mich erst mal in seiner riesigen tollen Villa umsehen und anschließend eine seiner rauschenden Partys mitmachen. Vielleicht könnte ich endlich mal lernen, wie man Charleston tanzt. Und dann würde ich ihm sagen, dass Daisy eine rückgratlose blöde Kuh ist und er ihr keine Träne nachweinen muss.

Welches Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen, Dich vielleicht sogar beeinflusst und ist nun aus Deinem Bücherschrank nicht mehr wegzudenken?

Ein Buch aus den letzten Jahren, das mich total beeindruckt hat, war „Alle Vögel fliegen hoch“ von Joachim Meyerhoff. Das fand ich großartig, Humor und Tragik so nah beieinander und so eine tolle Sprache. Naja und dann reihe ich mich natürlich auch noch bei den Harry-Potter-Fans ein. Die Bücher waren einfach ein Jahrhundertwerk, unvergleichlich und alle Zeiten überdauernd. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich die mittlerweile schon gelesen habe.

Woran arbeitest Du gerade? Kannst Du uns oder Deinen Lesern vielleicht etwas darüber verraten?

Im Moment arbeite ich an einem lustigen Beschäftigungsbuch für Kinder ab 7 Jahren, ich plotte ein weiteres Erwachsenenbuch, ich schreibe eine Kurzgeschichte über Mütter, ich schreibe am dritten Teil der High-School-Saga „Myriad High“, die ab August 2017 unter meinem Alter Ego Carly Wilson veröffentlicht wird und ich plane mit der Lektorin ein Buch für Mädchen ab 12 Jahren. Langweilig ist mir also nicht.

Dank der Nutzung der sozialen Medien ist der Kontakt zwischen Autor und Fans deutlich intensiver geworden. Ist dies für Dich ein Fluch oder eher ein Segen?

Ich finde es eigentlich gut. Ich bekomme oft süße E-Mails von kleinen Penny-Pepper- Fans über meine Homepage, auch lerne ich oft über Facebook Fans oder andere Autoren kennen. Manchmal liest man natürlich auch eine vernichtende Rezension im Internet, die dann bis ans Ende der Zeit in der Cloud herumschwirrt, das ärgert einen dann schon ein bisschen. Aber man darf das nicht so nah an sich heranlassen.

Kennt man Deine Bücher auch in Deiner jetzigen Heimat Amerika?

Leider nein. Nur eins meiner Kinderbücher wurde je ins Englische übersetzt, „Emma im Knopfland“, aber der Erfolg war jetzt nicht so bahnbrechend, dass man mich deswegen im Supermarkt erkennt oder so.

Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?

Hoffentlich gesund und munter in einem Trump-freien Amerika.

 

Liebe Ulrike, vielen Dank für Deinen Besuch im Kunterbunten Bücherregal. Für Deine weiteren Buchprojekte wünsche ich Dir viel Erfolg.

Die Homepage von Ulrike Rylance findet Ihr hier.

Meine Rezension zu „Penny Pepper – Auf Klassenfahrt“ könnt Ihr hier lesen.

 

Allgemein · Bücher · Jugendbücher · Loewe Verlag · Nina · Rezension

[Rezension] Karl Olsberg–Boy in a White Room

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Klappentext:

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich? Quelle

Was ich zu dem Buch zu sagen habe:

Was für ein geniales Buchcover, das ich da in der letzten Woche aus dem Briefumschlag gezogen habe. Die Haptik der Buches ist unfassbar toll, neben der Verwendung von Spotlack  gibt es noch eine Hochprägung der Buchstaben und wenn man das Buch im Licht dreht, glänzen die vielen Quadrate auf dem Cover. Auch das Gesicht des Jungen mit seiner blauen Iris zieht mich magisch an.  In der Innenseite ist dann der  Rest des Gesichtes  mit dem linken braunen Auge zusehen. Das sieht total spannend aus und ich habe es ganz oft ansehen müssen. Den Verantwortlichen ist ein wirklich außergewöhnliches und geniales Buchcover gelungen, was in den Buchläden definitiv für bewundernde Blicke sorgen wird.

Da meine drei Männer große Fans von Karl Olsbergs “Minecraft”-Reihe sind, habe ich mich sehr gefreut, nun endlich auch eines seiner Bücher von Anfang bis Ende zu lesen.  Viel Zeit lässt der Autor mir als Leserin aber nicht, um in die Geschichte reinzukommen. Die Spannung ist bereits von der ersten Seite an da und hat mich gleich mitgerissen. Die Geschichte ist aus der Sicht des Protagonisten Manuel geschrieben. Ich bin deshalb auf dem gleichen Stand eines 15-jährigen Jungen gewesen, der eingesperrt und ohne Erinnerungen verzweifelt versucht herauszufinden, wer er ist. Ich muss sagen, ich war total begeistert von dem anfangs außergewöhnlich genialen Schreibstil des Autors. Er hat die Gefühle und Emotionen Manuels perfekt herausgearbeitet. Ich habe total mit ihm gelitten und gehofft, dass seine Erinnerung möglichst schnell zurückkommen.

Die Thematik rund um Computersimulationen war komplett neu für mich und hat mich ziemlich begeistert. Die empfohlene Altersgruppe liegt bei 14 Jahren, dem kann ich nur zustimmen. Für meinen fast 12-jährigen Sohn wäre dieses Buch noch nichts.  Der muss sich deshalb vorerst mit der Minecraftwelt begnügen.

Die Ereignisse überschlagen sich ab der Mitte des Buches und mein Lesevergnügen bekam einen gehörigen Dämpfer. Ohne zu viel zu verraten: Mir sind die dann folgenden  Geschehnisse zu wirr und konfus. Ich habe zwar nach wie vor die Seiten zügig gelesen, aber irgendwie nicht mehr mit einer so großen Begeisterung wie am Anfang.

Leider kommt auch die Begeisterung bis zum Ende nicht wieder komplett zurück, obwohl ich das Buch auch bis zum Schluss nicht aus den Händen legen konnte.

Fazit:

Ein wirklich interessanter Ausflug eine Welt mit den Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz. Mir hat der Schreibstil des Autor insgesamt gut gefallen. Auch wenn die Geschichte mich nicht bis zum Schluss begeistern konnte, habe ich trotzdem einige schöne Lesemomente gehabt. Von mir  gibt es drei von fünf Sternen.

Infos zum Buch:

Titel: Boy in a White Room
Autor/in: Karl Olsberg
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2017
Format: Klappenbroschur (288 Seiten)
ISBN: 978-3785587805
Preis:  14,95€

Vielen Dank an den Loewe Verlag  für die freundliche Genehmigung der Coverabbildungen, bibliografische Angaben und Beschreibungstexte.