Allgemein · Bücher · Bilderbuch · Buchblogger · Nina · Rezension

[Rezension] Der Werkdachs und das Holzlager vom Biber von Pelle & Ulja Krautwald

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Klappentext:

Der Werkdachs will die Gitarre der Katze reparieren. Dafür braucht er feinstes Klangholz. So machen sich Dachs, Fuchs, Krähe und Katze auf den Weg ins Holzlager des Bibers. Dort treffen sie die jungen Wölfe und andere Bewohner des Waldes, die ebenfalls besonderes Holz benötigen. Was für ein Glück, heute kommt eine neue Holzladung. Ein Spektakel, das alle Waldbewohner herbeieilen lässt.

Extra:
– Bauanleitung für ein Amulett
– Das schlaue Buch des Bibers zum Holzwissen
– Das lustige Lied der Biberflößer

Ein Buch für kleine und große BaumeisterInnen und für neugierige Holz- und Biberfreunde.

Erschienen im Krautwald Verlag.

Was wir zum Buch zu sagen haben:

Ich habe mich sehr über die Anfrage des Krautwald Verlags gefreut, denn meine Kinder aus der Buch AG und ich sind immer auf der Suche nach tollen und  neuen Kinderbüchern, die wir gemeinsam lesen und besprechen können.

Letzten Donnerstag haben die 12 Kinder und ich uns das Buch dann genauer angeschaut. Rein optisch hat uns allen das Buch sehr gut gefallen. Das Cover ist schön gezeichnet und durch den verwendeten Spotlack macht es einen sehr hochwertigen Eindruck.  Aber auch die einzelnen Buchseiten haben uns gut gefallen, sind auf festem Papier gedruckt und für die kleinen Kinderhände gut zum Umblättern geeignet.

Bei dem Buch handelt es sich bereits um den zweiten Teil einer Buchreihe um den kleinen Werkdachs und seine Freunde. Wir kennen den ersten Teil nicht und haben durch den leichten und lockeren Einstieg in die Geschichte auch keinen ersten Teil vermisst.

Bereits auf der ersten Seite haben wir den Werkdachs und seine Freunde kennengelernt. Die Protagonisten sind sehr liebevoll gezeichnet. Die fünf Jungen und sieben Mädchen haben gleich  von Beginn an mit der Katze mitgelitten, deren geliebte Gitarre kaputt gegangen ist. Alle Kinder waren von der ersten Seite Feuer und Flamme. Sie saßen dicht an meiner Seite und haben lange und ausgiebig, jeder für sich, die Seiten betrachtet. Alle waren sehr gespannt, ob es dem Werkdachs gelingen würde, die Gitarre zu reparieren.  Auf den dann folgenden Seiten konnten die Kinder sehr viel über die verschiedenen Holzarten erfahren. Besonders beeindruckt waren sie vom großen Holzlager des Bibers. Wir haben gelernt, aus welchem Holz man Tische und Stühle fertigen kann und das man für ein Musikinstrument Holz vom Ahorn benötigt. Es wurden viele Fragen gestellt und einige der Kinder hatten sogar schon Erfahrung mit dem Bau von kleinen Dingen aus Holz. Zu Beginn habe ich den Kindern die Geschichte vorgelesen und aufkommende Fragen zu Fachbegriffen gleich beantworten können.  Allerdings war es für die 8-9 jährigen Kinder schwierig, den Text selber zu lesen, da leider viele schwierige Wörter verwendet wurden.

Wir haben auf jeder Buchseite die schönen Illustrationen von Gundega Muzikante betrachtet, die uns durchweg alle gut gefallen haben und die die schöne Geschichte unterstreichen. Auch die Gestaltung auf den Innenseiten des  Buches hat uns sehr gut gefallen, hier treffen wir alle Protagonisten des Buches wieder.

Neben vielen Informationskästchen und detaillierten Erklärungen rund um die verschieden Holzarten gibt es noch ein lustiges Lied der Biberflößer inklusive Noten.

Am Ende des Buches können die kleinen Leser selbst noch aktiv werden und dank einer leicht verständlichen Erklärung ein Amulett fertigen.

Das Buch ist in Kooperation mit der Werkkiste entstanden. Ich habe diese Homepage nach Beendigung des Buches ausgiebig studiert und war positiv überrascht, was dort alles angeboten wird. Die Idee, dort einen Kindergeburtstag zu feiern, finde ich super, ich werde es zum Geburtstag meines Jüngsten mal im Hinterkopf behalten. Schaut Euch die Seite mal genauer an, vielleicht ist es ja auch etwas für Eure Kinder.

Alles in allem haben die Kinder sehr viel Spaß und Freude mit dem Buch gehabt. Ich habe allerdings auch zwei Kritikpunkte, denn mir persönlich waren die vielen Erklärung an einigen Stellen zu detailreich und haben meine kleinen Zuhörer teilweise ein wenig überfordert. Da das Buch für Kinder ab 5 Jahren bereits empfohlen wird, bin ich mir nicht sicher, ob diese mit dem umfangreichen Wissen etwas anfangen können. Wir fanden es auch sehr schade, dass nicht genau erzählt wurde, wie die Gitarre der Katze repariert wurde. Das hätten die Kinder auch noch gerne gesehen bzw. angehört.

Fazit:

Die Kinder der Buch AG der Grundschule “Lütte School” und ich sprechen gerne eine Leseempfehlung für kleine und große Leser aus. Alle, die sich für Wald und Wälder und die Herstellung von Dingen aus Holz interessieren, werden bei diesem Kinderbuch voll auf ihre Kosten kommen. Ein schönes Bilderbuch, was wir uns sicher noch häufig anschauen und zusammen lesen werden und was nun in meiner kleinen Bibliothek gern ausgeliehen werden kann.

Infos zum Buch:

Titel: Der Werkdachs und das Holz vom Biber
Autor/in: Pelle & Ulja Krautwald
Illustrator/in: Gundega Muzikante
Verlag: Krautwald Verlag
Erscheinungsdatum: 2. Januar 2018
Format: Hardcover (40 Seiten)
ISBN: 978-3943349139
Preis:  14,0€

Ich danke dem Krautwald Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar im Gegenzug für meine ehrliche und subjektive Meinung zur Verfügung gestellt hat.

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Antje Szillat · Bücher · Buchblogger · Loewe Verlag · Nina · Rezension

[Rezension] Bulli und Lina–Ein Pony verliebt sich von Frauke Scheunemann & Antje Szillat

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Klappentext:

Hier kommt Bulli, das schlauste Pony der Welt!
Die neue Pferdereihe von Bestseller-Autorinnen Frauke Scheunemann und Antje Szillat mit viel Witz, Spannung und vor allem mit ganz viel Pony! Bulli und Lina halten zusammen und lösen jeden Kriminalfall. Die Kinderbuchreihe mit zahlreichen Illustrationen für Mädchen ab 8 Jahren. Bulli & Lina sind bei Antolin gelistet.
Bulli heißt eigentlich Lord Royal Bullheimer und ist ein ehemaliges Turnierpony mit vornehmem Stammbaum. Von Mädchen hält er wenig – doch die elfjährige Lina soll unbedingt seine Reiterin werden. Zusammen mit Lina löst Bulli jeden Fall. Wühahawü!
Bulli ist mit Abstand das klügste Pferd im Stall – nur leider hat das bislang noch niemand kapiert. Da taucht plötzlich Lina auf dem Nachbarhof auf. Bulli ist völlig aus dem Häuschen und möchte sich unbedingt mit ihr anfreunden, denn Lina soll seine Reiterin werden – einziges Problem: Lina findet nichts blöder als Ponys! Doch als ein Dieb auf dem Hof sein Unwesen treibt, sieht Bulli seine Stunde gekommen und hilft Lina bei ihren Ermittlungen. Ob Lina nun endlich versteht, dass Bulli für sie bestimmt ist?  Quelle

Mehr über Lina und das schlauste Pony der Welt unter www.bulliundlina.de

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Was für ein geniales Cover! Ich frage mich so oft, warum bei einem Ponybuch immer die Farben rosa/lila/pink verwendet werden müssen? Viele Jungs, die gern lesen und dazu noch aus Versehen auf Pferde stehen, werden damit häufig abgeschreckt. Anders bei dem mir nun vorliegenden Buch. Ich liebe diese Farbkombination, ich finde die ausgewählten Farben wunderschön und durch die Verwendung des Spotlacks werden die hübschen Coverillustration so richtig gut zur Geltung gebracht. Allein für die Außengestaltung gibt es von mir schon mal den Daumen hoch und eine volle Sternenzahl. Aber auch in der Innengestaltung hat das Buch jede Menge zu bieten und ruft damit wahre Jubelstürme in mir aus. In vielen bunten Bilderrahmen werden die Protagonisten des Buches gezeigt, die mir so schon sofort sympathisch sind. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch ein absoluter Eyecatcher auf jedem Büchertisch ist.

Auf das neue Buchprojekt von Antje Szillat war ich besonders gespannt, denn ihre Bücher sind in unseren Bücherschränken sehr zahlreich vertreten. Ihr Schreibstil ist so lebendig und frisch wie die Autorin selbst. Wer die Möglichkeit hat, sie auf einer Lesung einmal live zu sehen, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Aber nicht nur Antje Szillat kann tolle Bücher schreiben, auch ihre Autorenfreundin Frauke Scheunemann denkt sich großartige Geschichten aus. Ich war sehr neugierig, wie die beiden Damen im Team zusammenarbeiten.

Das Buch umfasst 13 Kapitel, diese habe eine perfekte Lese- und Vorleselänge und werden abwechselnd aus der Sicht von Lina und Bulli erzählt. Den Anfang macht Antje Szillats Lina und bereits von Anfang an hat mich die Geschichte mitgerissen. Der Schreibstil der Autorin ist mir im Laufe der letzten Jahre ans Herz gewachsen und ich liebe ihre lockere, leichte und humorvolle Erzählungsweise. Sie schafft es schon auf den ersten Seiten, eine absolute Wohlfühlatmosphäre zu schaffen und mich sofort zu begeistern. Lina ist einfach absolut toll und ich habe mich gleich von Beginn an in sie verliebt. Aber nicht nur Lina konnte mein Herz im Sturm erobern, auch Bulli hat es mir gleich angetan. Frauke Scheunemann hat hier einen besonders tollen und liebenswürden Charakter geschaffen, dem die Herzen der kleinen und großen Leser nur so zufliegen werden. Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den Protagonisten ist wirklich großartig. Die jeweiligen Schreibstile sind einzigartig und zusammen harmonisieren sie unfassbar toll. Ein absoluter Lesegenuss, den ich Euch unbedingt ans Herz legen möchte.

Die Geschichte ist durchweg zügig und flüssig zu lesen, mit jeder Menge Witz und Humor, der mich teilweise laut auflachen ließ. Das Buch hat ein abgeschlossenes Ende und macht Lust auf noch ganz viele weitere Geschichten.

Aber nicht nur die Covergestaltung und der Text haben mich begeistern können, auch die vielen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Susanne Göhlich haben mich fasziniert. Sie hat mit viel Liebe zum Detail der Geschichte rund um Bulli und Lina ein hübsches und ansprechendes Gesicht verliehen. Ich liebe ihre gemalten Nasen Smiley.

Fazit:

Mit “Bulli und Lina – Ein Pony verliebt sich” ist dem Autorenteam Szillat/Scheunemann wirklich ein humorvolles und geniales Buchprojekt geglückt. Verpackt in altersgerechte Sprache werden dieses süße Pferd und ihre zauberhafte Begleiterin die Herzen der jungen Leser ab 8 Jahren erobern. Ich freue mich darauf, das Buch in der nächsten Woche meinen Kindern aus der Buch AG zu präsentieren, die mit Sicherheit genauso verliebt sein werden wie ich. Ein absolutes Lesehighlight im Februar und eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

P.S. Für alle, die sich auch gerne das Buch anhören möchten, klickt mal hier auf den Link. Der großartige Oliver Kalkofe verleiht Bulli seine Stimme und die nicht weniger großartige Marie Bierstedt gibt Lina eine Stimme.

Wühahawü! Das war wirklich großartig.

Infos zum Buch:

Titel: Bulli und Lina – Ein Pony verliebt sich
Autor/in: Frauke Scheunemann & Antje Szillat
Illustrator/in: Susanne Göhlich
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 12. Februar 2018
Format: Hardcover (152 Seiten)
ISBN: 978-3785584521
Preis:  12,95€

Besucht Antje Szillat im Internet: Homepage

 

Vielen Dank an den Loewe Verlag  für die freundliche Genehmigung der Coverabbildungen, bibliografische Angaben und Beschreibungstexte.

Bücher · Buchblogger · Nina · Rezension · Stefanie Gerstenberger

[Rezension] Piniensommer von Stefanie Gerstenberger

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Klappentext:

Eine sizilianische Liebe voller Sehnsucht und Schmerz

Stella und Nicola fühlen sich seit Kindertagen zueinander hingezogen. Obwohl ihre Familien alles getan haben, um ihre Liebe zu zerstören, ist diese über die Jahre nur noch stärker geworden. Während Stella unbedingt Architektin werden möchte, ist Nicola leidenschaftlicher Apnoetaucher. Tag für Tag steigt er in die gefährlichen Tiefen des blauen Meeres hinab und genießt die Musik der Stille. Die beiden Liebenden träumen von einem selbstbestimmten Leben. Doch dann schlägt das Schicksal völlig unerwartet zu …Quelle

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Vor mehr als zwei Jahren habe ich mich für “Das Sternenboot” in einer Lovelybooks-Leserunde beworben. Der Klappentext versprach einen schönen und spannenden Roman vor italienischer Kulisse. Niemals hätte ich auch nur ansatzweise geahnt, was mich da auf den mehr als 500 Buchseiten erwarten würde. Bis dato hatte ich keine Ahnung, wer die Autorin ist und ob mir ihre Art zu schreiben gefallen wird. Mittlerweile habe ich das Buch mehrmals gelesen und das Hörbuch ebenfalls mehrfach gehört, was vielleicht erklärt, dass mir die Geschichte von Stella und Nico sehr gefallen hat, ebenso die Art und Weise, wie die Autorin ihre Geschichten in Worte verpackt.

Dann war es endlich soweit: “Piniensommer” hat im Mai 2017 das Licht der Buchwelt erblickt und ich habe mich förmlich auf dieses Buch gestürzt. Die Autorin, Stefanie Gerstenberger, schafft auf den ersten Seiten die für mich besonders geliebte Wohlfühlathmosphäre. Sie hat einen sehr ausdrucksstarken Schreibstil, sie verzaubert mich durch ihre lockere, leichte Schreibweise und versprüht jede Menge des unverkennbaren italienischen Flairs. In dieser Ecke Italiens war ich bisher noch nie, habe aber durch die detailgetreuen Beschreibungen eine sehr genaue Vorstellung von dieser Region, ihren Menschen und dem Leben dort bekommen. Die Autorin hat viele Jahre in Italien gelebt und diese Gegend zu lieben gelernt, dies überträgt sie auf mich als ihre Leserin und zieht mich somit begeistert in ihren Bann. Ich möchte sofort meine Koffer packen, dorthin fliegen und mir alles ganz genau anschauen. Um genau an diesem Strand zu sitzen und aufs Wasser zu schauen. Diese Beschreibungen sind der Autorin grandios gelungen und ich habe mit einem dicken Lächeln auf dem Gesicht und mit großer Spannung Stellas und Nicos erzählten Weg begleitet. Aber nicht nur die Beschreibungen der Umgebung ist großartig, die Charakterisierung der Protagonisten ist ebenfalls toll. Allen voran die bodenständige Stella und der temperamentvolle, gutherzige und wasserliebende Nico. Die beiden scheinen zwar sehr gegensätzlich zu sein, laufen aber zusammen wie ein eingespieltes altes Uhrwerk. Gerade mit den Beschreibungen ihrer Charaktere hat die Autorin viel Fingerspitzengefühl bewiesen und sich lange und sehr intensiv mit der Geschichte beschäftigt und auseinandergesetzt. Es ist ihr gelungen, tolle Figuren schaffen, ohne dabei den Tiefgang in der Geschichte zu vernachlässigen. Besonders Nico hat sich auch hier wieder in mein Herz geschlichen, wie auch schon im ersten Buch ist er der Star dieser Geschichte. Beide Charaktere machen im Lauf der Geschichte eine große Entwicklung durch und wachsen so zu starken Persönlichkeiten heran.

Ich würde allen Lesern unbedingt empfehlen, “Das Sternenboot” vorher zu lesen oder sich das Hörbuch anzuhören. Zwar gibt es im “Piniensommer” immer kleine Rückblicke und Erklärungen zu den einzelnen Charakteren, aber es ersetzt auf keinen Fall die ganze wunderschöne Geschichte des ersten Buches.

Mir war im Vorwege klar, dass die Geschichte tragisch enden wird, aber auf die Achterbahn der Gefühle, die dieses Buch in mir auslösen würde, war ich nicht im geringsten vorbereitet. Während ich mich noch von der locker-leichten Liebesgeschichte und dem italienischen Flair habe treiben lassen und mich entspannt im Strandkorb mit einem Kaffee am Strand von Palermo habe laufen sehen, kamen die Einschläge schlagartig näher und haben mir zeitweise echt die Sprache verschlagen und vor lauter Tränen und dickem Kloß im Hals nicht weiterlesen lassen. Ich war von der Geschichte dermaßen gefesselt, dass ich alles um mich herum komplett ausgeblendet habe . Ich kann mich nicht erinnern, wann mich in den letzten Jahren ein ähnliches Buch so emotional berührt und mitgenommen hat. Den Wechsel der Erzählperspektiven fand ich auch sehr gelungen, so habe ich zwischendurch kurze Pausen zum Durchatmen und Verschnaufen bekommen.

Auch nach Beendigung des Buches, welches ich unfassbarer Weise an einem Nachmittag durchgelesen habe, bin ich immer wieder in Gedanken an den Ort der Geschichte zurückgekehrt, um über die Geschichte von Stella und Nico nachzudenken.

Mittlerweile habe ich auch diese Geschichte mehrmals gelesen und es ist jedes Mal wie bei dem Untergang der Titanic. Obwohl man genau weiß, was passiert, hofft und wünscht man sich, es würde sich diesmal vielleicht doch alles gut ausgehen.

Ich kann mich nur immer wiederholen: Dies ist von Anfang bis Ende eine großartige Geschichte, von der ich mich niemals wieder trennen möchte und sie doch leider irgendwann wieder loslassen muss. An dieser Geschichte ist wirklich alles perfekt, einziger Wermutstropfen ist für mich die Gestaltung des Covers. Hier wurden ohne Frage wunderschöne Hintergrundfarben verwendet mit ansprechender Schrift, die vielleicht auch die Verkaufszahlen ansteigen lassen. Es kommt beim Betrachten sofort eine Urlaubsstimmung auf und Lesern denen das Sternenboot nicht bekannt ist könnten dieses Buch für eine locker-leichte Sommerlektüre halten. Für mich hat die Fortsetzung aber mit dem ersten Buchcover überhaupt nichts gemeinsam, es gibt überhaupt kein Wiedererkennungsmerkmal. Ich hätte mir gewünscht, man hätte das Meer, Schifftaue oder Seekarten mit eingebunden oder zumindest die Farbe des Meeres berücksichtigt und es dem ersten Teil ein wenig angepasst. Ich bin gespannt, ob dies nur meine Empfindung ist oder ob die Verantwortlichen hier ein wenig zu viel die Verkaufszahlen im Hinterkopf hatten, was mir für die Autorin und ihre tolle Geschichte sehr leid tun würde.

Fazit:

Was soll ich sagen, außer das mich dieses Buch begeistert hat wie kaum ein anderes? Niemals hätte ich hinter dem Cover vom Sternenboot eine solche Geschichte und diese unglaubliche Fortsetzung erwartet. Ich bin unendlich glücklich, dass dieses Buch den Weg zu mir gefunden hat. Es ist eine ganz besondere Geschichte, die nun für immer in meinem Herzen wohnen wird. Ich hoffe und wünsche, das Stella und Nicos Geschichte auch den Weg in viele andere Herzen finden wird und möchte es unbedingt empfehlen. Leider kann ich nicht mehr als fünf Sterne vergeben, obwohl es so viel mehr verdient hätte. Für das Ende meines Fazits möchte ich mir nun die Widmung der Autorin aus ihrem Sternenboot leihen.

“Für Enzo. Alle, die mir von dir erzählten, haben dich unglaublich geliebt. Und nun liebe auch ich dich…”

Infos um Buch:

Titel: Piniensommer
Autor/in: Stefanie Gerstenberger
Verlag: Diana Verlag
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2017
Format: Hardcover (448 Seiten)
ISBN: 978-3453291614
Preis:  19,99€

Allgemein · Bücher · Buchblogger · Nina · Rezension

[Rezension] Grüne Smoothies von Rose Marie Donhauser

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Klappentext:

Grüne Smoothies sind eine geniale Erfindung – die Drinks aus Obst und Gemüse bieten dem Körper alle nötigen Vitalstoffe, um gesund und fit zu bleiben. Grünes Blattgemüse hat die höchste Nährstoffdichte aller Lebensmittel. Es stärkt den Körper und sorgt dafür, dass man sich den ganzen Tag fit und leistungsstark fühlt. Kombiniert mit süßen Früchten entsteht ein leckeres Getränk, das auch Kindern schmeckt. Alles, was man dafür braucht, ist ein hochwertiger Mixer und frische Zutaten wie z.B. Salat, Spinat, Grünkohl, Bananen, Weintrauben oder Orangen. Da die Smoothies im Handumdrehen zubereitet sind, können sie problemlos in den Alltag integriert werden. Auch zum Abnehmen sind sie gut geeignet, denn sie enthalten nur wenig Kalorien und machen trotzdem angenehm satt. Dieses Buch bietet 55 abwechslungsreiche Rezepte für jede Jahreszeit. Quelle

Was ich zu dem Buch zu sagen habe:

Ich habe in dem letzten Jahr sehr viele grüße Smoothies getrunken und bin immer wieder auf der Suche nach neuen Rezepten. Dieses Buch hat mich sehr angesprochen und ich habe mich gefreut, es nach einigen Tagen ausgiebig testen zu können.

Das Cover finde ich gut gewählt, mir gefallen die Farben und der glänzende Spotlack.

Das Format ist handlich und die verschiedenen Saisonkalender (Obst, Gemüse und Wildkräuter) auf den Innenseiten sind sehr übersichtlich und informativ.

Beim Durchblättern habe ich mich sehr über das Inhaltsverzeichnis gefreut. Das Buch ist in folgende Kapitel unterteilt:

Go green mit grünen Smoothies

Grüne Smoothies “Primavera”

Den Sommer einfangen

Den Herbst mixen

Im Winter –go for green!

Im ersten Kapitel gibt es viele Informationen rund um die gesunden grünen Getränke. Dort habe ich viel neues erfahren, besonders das Thema “Wildkräuter” fand ich ganz spannend. Sobald der Winter vorbei ist und die Wildkräuter blühen, werde ich mal meine Smoothies mit einigen Kräuter pimpen. Ich bin besonders auf den Geschmack von Brennnesseln gespannt.

Ich empfinde alle Erklärung sehr verständlich formuliert und gut recherchiert.

Gut informiert habe ich mich dann um die Einkaufsliste für meine Smoothies gekümmert.  Aufgrund der Jahreszeit habe ich mich auf die Wintersmoothies konzentriert. Gleich zu Beginn habe ich festgestellt, dass ziemlich viele Zutaten sehr exotisch sind und ich nichts alles in unserem Supermarkt finden kann. Das finde ich ziemlich schade, denn ich finde die Zubereitung eines Smoothies sollte möglichst einfach gehalten werden und nicht eine komplizierte Planung mit sich bringen.

Der Geschmack der ausprobierten Rezepte konnte mich aber überzeugen. Sowohl die Konsistenz als auch der Geschmack waren bei den ausprobierten Smoothies einwandfrei. Viele der Rezepte empfinde ich als viel zu speziell und wollte sie deshalb nicht ausprobieren. Ich hätte mir da einen gesunden Mix zwischen einfachen und ausgefallenen Zutaten gewünscht.

Fazit:

Trotz einiger guter Ansätze konnte mich das Buch nicht 100 % überzeugen. Die Informationen rund um die Smoothies haben mir richtig gut gefallen und ich habe mir dadurch noch ein besseres Allgemeinwissen aneignen können. Leider haben mich die Rezepte nicht komplett überzeugen können. Deshalb gibt es von mir drei von fünf Sternen.

Infos zum Buch:

Titel: Grüne Smoothies
Autor/in: Rose Marie Donhauser
Verlag: Südwest Verlag
Erscheinungsdatum: 23. März 2015
Format: Klappenbroschur (112 Seiten)
ISBN: 978-3517093246
Preis:  9,99€

Allgemein · Bücher · Kinderbuch · Kinderbuchrezenzion · Nina

[Rezension] Das Ravioli-Chaos oder Wie ich plötzlich Held wurde von Katja Reider

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Klappentext:

Ein Mal berühmt sein … wenigstens für 15 Minuten … das ist Lennis großer Traum!
Und dann wird Lenni zufällig Zeuge eines Überfalls und plötzlich zum gefeierten Helden – dabei war es doch gar nicht er, sondern ein umstürzender Turm von Ravioli-Dosen, der den Räuber in die Flucht geschlagen hat! Das Leben als Held gefällt Lenni aber so gut, dass es ihm überhaupt nicht passt, als der Räuber auf einmal auftaucht und sich der Polizei stellen will. Kommt jetzt etwa die ganze Wahrheit ans Licht …? Quelle

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Als Mutter von zwei lesenden Jungen und zwölf lesebegeisterten Buch-AG-Kids stöbere ich viel durch die Kinderbuch-Neuerscheinungen. Beim letzten Besuch in meiner Lieblingsbuchhandlung bin ich dann über dieses neue Buch von Katja Reider gestolpert. Das Cover hat mich gleich aus dem Regal angelacht, mir gefielen die verwendeten Farben, die glänzende Umschlaggestalltung und die farbigen Illustrationen auf Anhieb. Auch der Klappentext hat mein Interesse durch seine humorvolle Schreibweise geweckt.

Das Buch umfasst 13 kurze Kapitel, die sich sowohl zum gemeinsamen Lesen als auch zum Vorlesen prima eignen. Die Geschichte startet gleich extrem lustig. Was zum einen an dem locker-leichten und teilweise urkomischen Schreibstil liegt, zum anderen an den tollen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Dominik Rupp. Ich finde, die Zeichnungen passen perfekt zur Geschichte und unterstreichen ihren humorvollen Inhalt.

Die Erzählung in der Geschichte übernimmt Lenni, ein 10-jähriger Junge, der gern berühmt sein möchte. Dieser Protagonist hat mich von Anfang an begeistern können. Ich finde seine kindlichen Überlegungen und Handlungen niedlich und ich glaube, er wird bestimmt sehr viele Leserherzen im Sturm erobern.

Die Anzahl der Charaktere finde ich für die empfohlene Altersgruppe passend, zu viele verschiedene Namen würden die kleinen Leser nur verwirren. Gut gefallen hat mir auch der gewählte Schreibstil. Die Formulierungen sind einfach und sehr verständlich. Es gibt einige englische Begriffe, die aber zu keinen großen Verständigungsschwierigkeiten beim Lesen führen sollten. Die Kapitel haben wunderschön gestaltete Kapitelanfänge und wie oben bereits erwähnt eine perfekte Leselänge.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen wird stetig hoch gehalten. Es gibt viele Möglichkeiten mitzuraten, was mir auch ziemlich gut gefallen hat.

Fazit:

Eine spannende und gut umgesetzte Buchidee für Jungen und Mädchen ab acht Jahren. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und vier von fünf Sternen.

Infos zum Buch:

Titel: Das Ravioli- Chaos oder Wie ich plötzlich Held wurde
Autor/in: Katja Reider
Illustrator/in: Dominik Rupp
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2018
Format: Hardcover (125 Seiten)
ISBN: 978-3499217944
Preis:  9,99€

Bücher · Nina · Rezension · Zuckerfrei

[Rezension] Charlotte Debeugny–Süßer leben ohne Zucker

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Klappentext:

Zucker ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, nicht nur in Süßigkeiten. Charlotte Debeugny zeigt, wo er wichtig und in Maßen zu empfehlen ist, und wo er als unnötiges Gift weggelassen werden sollte. Sie hilft dabei, versteckten Zucker zu erkennen, und erklärt, warum zu viel Zucker nicht nur auf die Figur, sondern auch auf die Stimmung schlägt. Kleine Tipps und Tricks und fantastische Rezepte machen diese Diät einfach umsetzbar und leicht durchzuhalten. Ein Programm zur Entgiftung, so einleuchtend und klar, dass man direkt loslegen will.Quelle: Randomhouse

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Schon lange stelle mir die Frage: Was stellt der viele Zucker tatsächlich mit unseren Körpern an? Ich bin ein richtiger Schoko-Junkie, und obwohl ich bei hohem Zuckerverzehr immer wieder merke, dass er mir nicht bekommt, komme ich von dem süßen Kram irgendwie nicht los. Beim Bummeln im Buchladen bin ich an diesem Buch hier hängengeblieben. “Süßer leben ohne Zucker – mit Leichtigkeit zu strahlendem Teint, guter Laune und Traumfigur”. Bingo, dies ist genau mein Buch. Es hat ein ansprechendes Cover, welches auch an den schönen frischen Farben liegen mag, die für das abgebildete Obst verwendet wurden.

Nachdem ich das Buch dann aus dem Regal gezogen habe und durch die 128 Seiten geblättert habe, war ich von den kurzen Texten und den vielen tollen Illustrationen extrem begeistert.

Am Anfang gibt es ein sehr übersichtliches Inhaltsverzeichnis, welches in folgende Kategorien unterteilt ist:

Einführung

1 Zucker, Gesundheit und Wohlbefinden

2 Zucker erkennen und entlarven

3 Der Angriffsplan

4 Fantastische Menus und Rezepte

5 Rückfällig werden – ausgeschlossen!

6 Kinder und Zucker

Schlusswort

Das Buch startet mir einer allgemeinen Erklärung zum Thema Zucker, in der die Autorin unseren Zuckerverbrauch unter die Lupe nimmt. Viele Dinge waren mir überhaupt nicht bewusst. Zum Beispiel ist der vielangepriesene Agavensirup oder Honig keinen Deut besser als der normale Haushaltszucker. Zucker bleibt Zucker, egal in welcher Form. Wusstet Ihr das? Also mich hat das Gelesene doch sehr überrascht.

Das Buch ist durchweg leichtverständlich geschrieben, an vielen Stellen auch sehr humorvoll. Gleich im ersten Kapitel gibt es einen Test: Wie zuckersüchtig sind sie? Mein Ergebnis zeigte, was ich auch schon vermutet hatte. Es dann aber schwarz auf weiß  zu lesen´, dass ich “in hohem Maße zuckersüchtig” bin, hat mich dann aber doch extrem geschockt. Von diesem Zeitpunkt an hat mich dann das Buch gefangen und ich habe mich binnen kürzester Zeit durch die Kapitel gelesen. Die Autorin, Charlotte Debeugny, führt den Leser ganz langsam und Stück für Stück an das Thema Zucker heran. Das hat mir richtig gut gefallen. In den vielen bunten Kästchen im Buch gibt es jede Menge Tipps und weitere Infos, die sind alle so interessant, dass ich das ganze Buch mit Post-Its versehen möchte, um ständig zu blättern und mir diese Infos immer wieder anzusehen und erneut durchzulesen.

Nachdem ich in den ersten Kapiteln sehr informativ beraten wurde, geht es im dritten Kapitel um praktische Ratschläge und Tipps für eine zuckerarme Ernährung. Auch dies ist dann wieder sehr detailliert und einfach beschrieben und ich habe ein gutes Gefühl gehabt, das Gelesene auch einfach umsetzten zu können.

Nach der ganzen Theorie geht es in Kapitel 4 dann endlich mit der Praxis weiter. Es darf nun endlich zuckerarmer gekocht werden. Es gibt für zwei Wochen eine Übersicht und detaillierte Rezepte, die zum Nachkochen einladen. Wer mag, kann dann auch auf zwei leeren Seiten seine zuckerarmen Lieblingsrezepte notieren.

Als Mama fand ich auch das Kapitel “Kinder und Zucker” extrem spannend, denn auch die Jungs essen definitiv zu viel Zucker. Ob ich es allerdings schaffe, den Zucker komplett aus ihrem Leben zu verbannen, bezweifele ich. Ich werde aber versuchen, den Zuckerkonsum auch bei ihnen deutlich zu reduzieren.

Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch mich wirklich nachhaltig beeindruckt hat. Ich habe viele spannende und teilweise auch sehr erschreckende Details über den Zucker erfahren. Ob ich den Zucker für immer und dauerhaft aus meinen Leben streichen kann, kann ich im Moment nicht sagen. Aber auf jeden Fall werde ich meine Einstellung zum Zucker ändern und vielleicht meinen morgendlichen Kaffee zukünftig ohne Karamelsirup und Zucker trinken.

Allen, die eine ähnliche Erfahrung mit dem unstillbaren Heißhunger auf Süßes haben, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Ihr werdet sicher sehr überrascht sein, was ihr hier alles erfahren könnt. Ganz klare Leseempfehlung, die selbstverständlich mit fünf von fünf Sternen belohnt wird. Ich werde dieses Buch sicher noch sehr oft zur Hand nehmen.

Infos zum Buch:

Titel: Süßer leben ohne Zucker
Autor: Charlotte Debeugny
Illustratorin: Delphine Soucail
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 11.Juli 2016
Format: Klappenbroschur (128 Seiten)
ISBN: 978-3453603868
Preis:  12,99€

Bücher · Inge Meyer- Dietrich · Nina · Rezension

[Rezension] Inge Meyer-Dietrich–Leben und Träume der Mimi H.

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Klappentext:

Ruhrgebiet um 1900. Nach einer schwierigen Kindheit und Jugend lernt die Näherin Mimi den Schmied Heinrich kennen. Die beiden heiraten, und Mimi findet endlich ein Zuhause. Nur in seltenen Momenten hat sie das Gefühl, dass Heinrich etwas vor ihr verbirgt. Doch das kann ihr Glück nicht schmälern. Dann verändert der Erste Weltkrieg Mimis Leben radikal. Und jetzt kommt auch zutage, was Heinrich und seine Familie ihr verschwiegen haben. Aber Mimi ist eine Kämpferin, die nicht aufgibt. Schon wegen der Kinder. Gefühlsduselei kann sie sich nicht leisten. Sie muss stark sein. Sie muss. Das hat sie sich selbst versprochen. Quelle

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Von der Autorin Inge Meyer-Dietrich habe ich schon einige tolle Bücher gelesen, die mich alle begeistern konnten.  In besonders guter Erinnerung ist mir “Die Hüter des Schwarzen Goldes” geblieben, dieses Buch hat sie zusammen mit ihrer Tochter Anja Kiel geschrieben.

In “Leben und Träume der Mimi H.” erzählt die Autorin von den Erlebnissen ihrer Großmutter, der Schneiderin Mimi. Bücher, in denen persönliche Geschichten erzählt werden, berühren mich immer besonders.

Mimis Geschichte und der erste Leseabschnitt beginnt im Jahr 1909.

Schon nach ein paar Seiten habe ich Mimi in mein Herz geschlossen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildgewaltig, flüssig und mit viel Liebe zum Detail erzählt. Ich habe schon viele Geschichten gelesen, die auf persönlichen und realen Erlebnissen beruhen, aber Mimis Geschichte hat mich ganz besonders in ihren Bann gezogen. Ich war von Anfang an von ihrer Stärke und ihrer Willenskraft, nie aufzugeben, fasziniert.

Trotz einer schwierigen Kindheit und Jugend weiß die junge Mimi ziemlich schnell, was sie von ihrem Leben erwartet.  Als sie dann ihren späteren Mann Heinrich trifft, habe ich mich sehr für sie gefreut, denn auch Heinrich mochte ich von Beginn an. Auch bei ihm hat sich die Autorin viel Zeit mit der Beschreibung seiner Person gelassen.

Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und war von den Personen und den beschriebenen Orten so gefangen, dass ich während des Lesens alles um mich herum ausgeblendet habe.

Die Geschichte hat mich zwischendurch sehr nachdenklich gestimmt und ich habe mich beim Lesen immer wieder dabei ertappt, wie ich überlege, wie ich in ihrer Situation gehandelt hätte.  Die Geschichte hat sämtliche Emotionen in mir hervorgerufen. Ich habe mit Mimi gelacht und auch sehr viel geweint. Ein wenig ängstlich habe ich immer wieder auf die Jahreszahlen am Kapitelanfang  geschaut und damit auch irgendwann auf den nahenden ersten Weltkrieg. Es muss schlimm sein, den Ehemann in den Krieg ziehen zu lassen und mit den kleinen Kindern alleine zurückzubleiben, ohne zu wissen, ob man sich irgendwann wiedersieht. Ich habe oft beim Lesen gedacht, was wir doch für ein Glück haben, unsere Kinder in Friedenszeiten geboren zu haben und den Mann an seiner Seite zu wissen.

Das Buch lässt sich auch bis zum Ende schnell und zügig lesen und ich habe mich von Anfang bis Ende sehr wohlgefühlt. Die Protagonisten sind alle gut beschrieben worden und ich habe mich in ihr Denken und Handeln gut hineinversetzen können.

Auch nach Beendigung des Buches hat mich die Geschichte nicht losgelassen, ich habe viel an Mimi und ihre Kinder denken müssen. Ich habe viel geweint und brauche einige Zeit, bis ich ihre Geschichte weiterlesen kann. Das Buch endet kurz vor dem zweiten Weltkrieg und mir ist schon ganz mulmig, was Mimi und ihre Familie dort noch so alles erleiden müssen.

Das Buch hat viele schöne Passagen, die ich mir mit kleinen Post-Its markiert habe. Aber die schönsten Zeilen des Buches stehen ganz am Ende. “Lassen wir Mimi eine Weile ausruhen. Sie muss Kräfte sammeln. Denn zu Ende ist ihre Geschichte nicht. Wie auch ihr Leben weitergeht. Wir Heutigen wissen, was Mimi in ihrer Laube nicht einmal ahnen kann…”

Diese Zeilen gehen noch weiter, sie sind so wunderschön verfasst und werden für immer in meinem Herzen bleiben.

Das Büchlein hat ein wunderschönes, weißes Lesebändchen, das ich nicht benötigt habe, da ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und es in einem Rutsch durchgelesen habe.

Fazit:

Nun sitze ich hier und schreibe ein Fazit, während mir die Tränen über die Wange laufen. Ich habe schon so viele Kriegsgeschichten gelesen und mit den Protagonisten getrauert. Bei vielen Büchern kann ich mich nach all’ den Jahren nicht mehr an ihre Namen erinnern und auch ihre Geschichten sind allmählich verblasst. Bei Mimi und ihrer Familie ist es anders. Diese Geschichte hat mich durch die emotionalen Beschreibungen so gefesselt, dass ich sie ganz sicher nie vergessen werde. Ich werde nun auch noch eine Weile ausruhen und dann lesen, wie es Mimi und ihren Liebsten während des zweiten Weltkriegs ergangen ist.

Ich möchte Euch diese emotionale Reise in die Vergangenheit unbedingt ans Herz legen, denn hinter diesem unscheinbaren Cover verbirgt sich eine ganz wundervolle Geschichte. Eine großartige Frau, die ich sehr bewundere. Ich wünschte, ein kleines bisschen von ihrer Stärke und ihrem Mut zu haben.

Dieses Buch gehört schon jetzt zu meinen Lesehighlights und bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal.

Ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus und belohne Mimis Geschichte mit fünf von fünf Sternen.

Infos zum Buch:

Titel: Leben und Träume der Mimi H.
Autor/in: Inge Meyer- Dietrich
Verlag:  Henselowsky u. Boschmann
Erscheinungsdatum: 15. August  2016
Format: Hardcover (192 Seiten)
ISBN: 978-3942094610
Preis:  9,90€

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